Reiseführer: Deutschland

Die schönsten Wanderwege im Mittelgebirge in Deutschland

Mittelgebirge
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Wandern mit allen Sinnen - Traum-Touren durchs deutsche Mittelgebirge
Unsere Mittelgebirgsräume zeigen sich als buntes Mosaik waldbestandener Gebirgszüge, sind durchschnittlich 450 bis 1000 Meter hoch und wölben sich südlich des topfebenen Tieflands etwa 400 Kilometer weit nach Süden bis zur Donau.
Gewusst? Mit Ausnahme der Alpen sind alle Gebirge in Deutschland auch Mittelgebirge.

Oasen des Wohlgefühls - die schönsten Wanderwege Deutschlands: entdecken, erkunden, genießen


Des Wandrers Lust: Hochkarätige Ferienlandschaften mit fantastischem Ausblick über die Baumwipfel, Libellen schillern in der Sonne und Bachforellen glitzern im klaren Wasser… Rasch spüren Sie den Zauber einer grandiosen Mittelgebirgslandschaft - gepaart mit kulturellen Highlights, versehen mit den besten Zutaten wie Ruhe und Erholung.


Die ältesten Massive der Mittelgebirgszone sind vor etwa 300 Millionen Jahren entstanden. Gesteine aus dem Erdaltertum findet man unter anderem im Fichtelgebirge, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald. Im Harz, im Erzgebirge und im Thüringer Wald sind es die reichen Erz- und Mineraliengänge. Schließlich blicken wir 65 bis 5 Millionen Jahre zurück, in die Zeit des Tertiärs, wo die Erdkruste in Schollen zerbrach. Die daraus resultierenden Erhebungen finden sich vor allem im Thüringer Wald. Das Siebengebirge, die Eifel, Vogelsberg und Rhön sind das bizarre Ergebnis heftiger Vulkanausbrüche. Dem nicht genug: Flüsse, Naturseen und Talsperren bereichern das Landschaftsbild.


Bereit unsere schönsten Mittelgebirge zu entdecken?


Wildnis-Trail, wandern auf mystischen Pfaden oder auf Tuchfühlung mit Kuh und Ochse - das Wanderparadies liegt direkt vor ihrer Tür. Fast 200.000 Wanderrouten führen durch Deutschland: Wir liefern die Inspiration - Sie entscheiden!



Unterwegs auf schönen Pfaden - Wanderwege, die verzaubern



Das Erzgebirge


Das Land der eisernen Berge erstreckt sich über eine Länge von 130 Kilometer - von Auersberg nahe dem Vogtland bis zum Geisingberg, von Südwesten nach Nordosten. Die beeindruckende Landschaft des sächsischen Erzgebirges lässt sich am besten auf Schusters Rappen erkunden.
Herausgepickt: Am Rand des östlichen Erzgebirges liegt ein Märchen- und Sagenweg.
Diese Gegend, gleich südlich von Dresden, ist wunderschön. Sie gehört in Teilen noch zum Erzgebirge. In der Zeit der Romantik wurde hier die Schönheit Tharandts und seiner Umgebung entdeckt: fast ein Märchen, und damit der wohl schönste Wald in ganz Sachsen.


Gut zu wissen:



  • Ausgangspunkt: Heim Forsthaus


  • Weglänge: 8 Kilometer


  • Gehzeit: 2 Stunden


  • Steigung insgesamt 160 Meter


  • Für Familien mit Kindern gut geeignet.


  • Rast in Hartha und Gasthaus Landberg.



Ab Heim Forsthaus wandern Sie zunächst in westlicher Richtung und erreichen die Steinbrücke am Hartheberg. Vorbei am Naturdenkmal Ascherhübel, gelangen Sie bald zur Schneide Spechtshausen, bewundern die Vorkommen von Kugelpechstein, verweilen vor einer Blumensonnenuhr, durchstreifen einen herrlichen Rotbuchenwald, entdecken ein Hexenhaus und viele weitere Stationen aus der Märchen- und Sagenwelt.



Der Harz


Seinen Namen, der so viel wie Bergwald bedeutet, trägt der Harz bis heute zu Recht. Einst die erzreiche „Schatzkammer Deutschlands" und heute ein Wander- und Wintersportparadies, ist diese Mittelgebirgslandschaft auch ein geologisches Kleinod unter den Gebirgen.
Herausgepickt: Harzwanderung von Thale nach Treseburg. Waldkatze, Hexentanzplatz, Teufelsbrücke - solche Namen machen neugierig und locken zu einer Wanderung durch das herrliche Bodetal.



  • Ausgangspunkt: Talstationen der Personenschwebebahn und des Sessellifts


  • Weglänge: 10 Kilometer


  • Gehzeit: 3 Stunden


  • Steigung: 210 Meter



Bis Treseburg wandern Sie durch ein Naturschutzgebiet. Es ist daher nicht erlaubt die Wege zu verlassen. Auf einem festen, bequemen Weg erreichen Sie den Katersteg - zur linken Seite führt der Weg zum Hexentanzplatz. Vorbei an riesigen Felsblöcken offeriert sich schon bald der Goethefelsen, eine steile aufragende Felswand. Über zwei Längsbrücken wandern Sie zum Roßtrappefelsen bis zur Teufelsbrücke, von wo aus sich ein herrlicher Blick bietet.



Die Eifel


Zauberhafte Dörfer und Städtchen, archäologische Stätten und Naturoasen: Dieser eher abgeschiedene Mittelgebirgsraum bietet Erholung in einsamen Flusstälern und bizarren Felslandschaften.
Herausgepickt: im Land der geheimnisvollen Maare.



  • Ausgangspunkt Parkplatz zwischen Weinfelder Maar und Schalkenmehrer Maar, 4 Kilometer südöstlich von Daun


  • Weglänge: 4,5 Kilometer


  • Gehzeit: 1 ¼ Stunde


  • Steigung 200 Meter



Sie wandern Richtung Gmünder Maar durch Ginsterbüsche und steigen halb rechts hinauf zum Mäuseberg. Tief unten liegt das Weinfelder Maar. Vorbei am Adolf-Dronke Turm
erreichen Sie bald ein Strandbad mit Bootsverleih. Nun ist es nicht mehr weit zur Weinfelder Kirche, die auf den Ruinen einer römischen Siedlung steht. Jetzt sind es nur noch 150 Meter hinunter zum Ufer des Weinfelder Maars (Totenmaar). Erkennen Sie das versunkene Schloss auf dem Grund des Sees?



Der Schwarzwald


Kaum ein Gebirge im deutschen Ländle ist international so bekannt wie der Schwarzwald. Lebendiger Tourismus und Einsamkeit in urwüchsiger Natur sind hier nach Belieben zu finden. Bei den Wanderungen sollten Sie unbedingt auf die außergewöhnliche Flora achten.
Herausgepickt: Rund um das Dach des Schwarzwaldes - Wandern im Hochschwarzwald, der Gegend, an die man oft denkt, wenn vom Schwarzwald die Rede ist.



  • Ausgangspunkt: Parkplatz beim Feldberger Hof


  • Weglänge: 12 Kilometer


  • Gehzeit: 3 ½ Stunden


  • Steigung: 400 Meter


  • Rast: Rinken Baldenweger Hütte.



Gemäß der Beschilderung „F" gehen Sie waldeinwärts bis zum Felsenweg. Von dort bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf den Feldsee. Der durchgehend markierte Pfad führt Sie leicht bergab durch den Seewald zu den Gasthöfen auf dem Rinken. Bald gelangen Sie über eine Hochwiese zur Baldenweger Hütte und zum Naturfreundehaus. Von da aus geht es nur noch geradeaus bis zum Bismarckturm, wo sich nochmals eine fabelhafte Rundsicht bietet.



Genuss am Berg - hilfreiche und interessante Tipps auf allen Wegen


Im Erzgebirge ist auch das sogenannte Wandern ohne Gepäck möglich. Von April bis Oktober werden mehrtägige Arrangements angeboten, die Übernachtungen in komfortablen Hotels vorsehen.
Andere favorisieren urige Berghütten wie die Adlerhütte in Oberwiesenthal mit herrlichem Bergblick oder die gemütliche Erzgebirgshütte von Marienberg.
Im Tharandter Wald lädt die Hütte Hartha, ein Selbstversorgerhaus, in wunderschöner Lage zum Verweilen ein.



  • Romantische Seelen sollten unbedingt einen Abstecher nach Liebstadt machen, der ehemals kleinsten Stadt Sachsens. Über ihr thront das zauberhafte Schloss Kuckucksstein, indem man unter anderem den Versammlungsraum einer Freimauerloge besichtigen kann.


  • Wer noch höher hinaus will, steigt in die Schwebebahn von Oberwiesenthal, fährt den Fichtelberg hinauf, und genießt den Blick weit über das Erzgebirge und ins nahe Böhmen hinein. Selbstverständlich können Sie dorthin auch wandern.




Auch im Harz findet sich eine Vielzahl heimeliger Unterkünfte. In Thale können wir die Übernachtung im gemütlichen „Hühnerhaus" empfehlen. Nicht nur die wundervolle Lage, auch der Blick in den Garten überzeugt.


Schöne Aussichten:



  • Wo Barbarossa träumt! Südlich des Harzes, im idyllischen Kyffhäusergebirge, entfliehen Sie für eine Zeit der Wirklichkeit und gelangen in die sagenhafte Welt am Kyffhäuser.


  • Hoch hinaus geht's auf den Brocken - am besten mit der Brockenbahn.



Obacht! Eine Brockenwanderung ist kein einfacher Spaziergang. Der kahle Gipfel hat das Klima eines Zweitausenders, und die Höhenunterschiede sind beträchtlich. Mit 1141 Meter ist das eher behäbig wirkende Granitmassiv immerhin der höchste Berg Norddeutschlands.



Eifelträume: Nur 8 Kilometer von Schalkenmehren entfernt liegt das „Storchennest", eine zauberhafte Ferienhütte in Traumlage. An gemütlichen Unterkünften mangelt es der Eifelregion gewiss nicht. Hier findet jeder Wanderstiefel den perfekten Platz.


Erlebnisreiche Eifel:



  • Die Bärenschlucht bei Gondorf ist einen Ausflug wert. Überhaupt beherbergt die Schnee-Eifel grandiose Naturschönheiten.


  • Andere zieht es ins Tal des Flüsschens Prüm oder hinauf zum Schwarzen Mann, der höchsten Erhebung und dem wohl schönsten Aussichtpunkt der Eifel.



Eine Attraktion ganz besonderer Art hat Ernzen zu bieten: den schon im vorigen Jahrhundert künstlich angelegten Felsenweiher mit seinen vielen romantischen Wegen. Unweit locken die „Irrer Wasserfälle".



Im Schwarzwald bieten die Baldenweger Hütten eine zünftige Almeinkehr. Überall auf den Wanderwegen laden urige Gasthöfe mit gemütlichen Zimmern zum Verweilen ein.


Höhepunkte in der Schwarzwaldregion:



  • Das Höllental ist eines der eindrucksvollsten Täler im Schwarzwald, tief eingeschnitten und von bis zu 600 Meter steil aufragenden Felshängen eingeschlossen.


  • Der Titisee ist der größte Natursee in den deutschen Mittelgebirgsregionen und einen Besuch wert.


  • Hervorragende Wassersportmöglichkeiten bietet der Schluchsee als größter See des Schwarzwaldes.



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