Reiseinformationen: Insel Rügen und Hiddensee

Strandurlaub an der Ostsee auf der Insel Rügen

Rügen Klatschmohn
© pixabay/GregMontani

Rügen hat eine Küstenlänge von rund 574 Kilometern. 56 Kilometer davon sind feine Sandstrände, 27 Kilometer Naturstrände und knapp 3 Kilometer Boddenstrände. Ob Familienurlaub, Urlaub mit Hund oder als Anhänger der Freikörperkultur: Hier können Sie den passenden Strand für Ihren Strandurlaub finden. Der Zugang zu den Stränden ist meist kostenlos. Daneben laden Strand- und Uferpromenaden zum Bummeln ein.



Sie mögen Wassersport? Auch dann finden Sie auf der Insel ideale Bedingungen. Besonders bei Surfern und Kitern ist sie beliebt. In zahlreichen Kite- und Surfschulen können Anfänger diesen Sport erlernen. Auch Taucher finden hier ein Paradies an der Ostsee. Vor der Küste der Insel sind eine Vielzahl von Schiffen gestrandet: Wracks von der letzten Eiszeit bis zum Zweiten Weltkrieg, die Sie in einer Tiefe von 5 bis 50 Metern entdeckt können.



Die beliebtesten Aktivitäten und Ausflugsziele


Wassersport und Badespaß ist das große Thema auf der Insel. Doch sie hat noch mehr zu bieten als nur schöne Strände für Jedermann. Auch Freunde von Kultur und Natur kommen hier voll auf ihre Kosten, wie Sie an den folgenden Ausflugszielen sehen können, die zu den beliebtesten auf Rügen zählen:



Der Jasmund Nationalpark und die Kreidefelsen

Nicht erst seit Caspar David Friedrich, der die Kreidefelsen 1818 in einem Gemälde festhielt, sind die weißen Felsen, die vom Meer aus hoch aufragen, weltberühmt. Der berühmteste der Felsen, der Königsstuhl, ist eines der Wahrzeichen der Insel. Am eindrücklichsten ist der Anblick auf die Felsen vom Meer aus. Ausflugsboote bringen Sie von Sassnitz, Binz, Sellin oder Göhren hinaus auf die See. Wanderfreunde und Fahrradfahrer können den Nationalpark über einen knapp 12 Kilometer langen Wanderweg erkunden. Ausgehend von Sassnitz führt der Höhenuferweg durch Buchenwälder und Sie haben von dort immer wieder phantastische Ausblicke auf das Meer und die Felsen. Die fast 500 Hektar Buchenwälder im Nationalpark Jasmund zählen zum Weltnaturerbe der UNESCO.



Ostseebad Putbus

Putbus ist die jüngste Stadt der Insel, doch durch ihren Ortsteil Lauterbach auch das älteste Seebad. Sie wurde 1810 von Fürst Wilhelm Malte I. als Planstadt im klassizistischen Stil gegründet. Schloss, Park und Stadt sollten ein perfektes Ensemble bilden. Sie diente ihm fortan als Residenzstadt. Die weißen Häuser aus dieser Zeit trugen Putbus den Namen "weiße Stadt" ein. Aufgrund der vielen Rosen, die an den historischen Gebäuden wachsen, wird sie oft auch liebevoll "Rosenstadt" genannt. Vom Schloss sind nur noch die Seeterrasse, die Orangerie und der Park erhalten. Diese sind jedoch einen Besuch wert. Seit 1997 ist Putbus staatlich anerkannter Erholungsort. An einem regnerischen Tag lohnt sich ein Besuch des Puppen- und Spielzeugmuseums.



Der Rasende Roland

Der Rasende Roland ist eine Schmalspurbahn, die von Lauterbach-Mole unter anderem über Putbus, Binz und Sellin nach Göhren fährt. Die Strecke wurde im Jahr 1895 gebaut und bis heute werden die Wagen von einer Dampflokomotive gezogen, was die Fahrt zu einer besonderen Attraktion macht. Sie ist aber auch eine ganz normale Bahnlinie, die Sie von einem Ort zum anderen bringt. Auch Ihr Fahrrad können Sie im Rasenden Roland, der es gerade einmal auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern schafft, mitnehmen. Bei dieser relativ geringen Geschwindigkeit können Sie die Landschaft viel intensiver genießen als bei einer Fahrt mit dem Auto.



Schloss Graniz

Das einstige Jagdschloss Graniz liegt eingebettet in die Buchenwälder des Biosphärenreservats im Südosten der Insel. Einst war hier das beste Jagdgebiet der Insel und so ließ Fürst Wilhelm Malte I. 1837 bis 1846 das Schloss für seine Jagdgäste erbauen. Heute zählt es zu den Wahrzeichen der Insel. Besonders markant ist der mächtige Mittelturm, von dem Sie einen herrlichen Rundblick genießen können. Im Schlossmuseum können Sie mehr über das Leben der Fürstenfamilie erfahren. Die Anfahrt mit dem Auto ist allerdings nicht erlaubt, Sie können das Schloss aber als Ziel für eine Wanderung durch das Biosphärenreservat anvisieren. Auch der Rasende Roland hat eine Haltestelle am Schloss.



Ostseebad Binz und der Stadtteil Prora

Binz ist das größte Seebad der Insel. Jugendstilvillen und die Bäderarchitektur des 18. und 19. Jahrhunderts prägen das Stadtbild. Die Stadt lädt mit ihren kleinen Geschäften und gemütlichen Cafés zum Bummeln und Shoppen ein. Besonders prächtig anzusehen ist das Kurhaus. Bemerkenswert ist auch der Rettungsturm aus den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts an der Uferpromenade, die rund 4,2 Kilometer am Meer entlang bis zum Stadtteil Prona führt. Prona hat traurige Berühmtheit erlangt, da dort im Dritten Reich ein Urlaubsparadies für 20.000 Menschen errichtet werden sollte. Acht der neun Blöcke wurden errichtet. Sie verfielen aber nach dem Krieg und standen lange Zeit leer. Heute befinden sich in den Gebäuden Eigentumswohnungen, aber auch ein Hotel, eine Jugendherberge und ein Dokumentationszentrum. Und das alles in bester Lage, nur von einem Kiefernwald vom Strand getrennt.



Kap Arkona und das Fischerdorf Vitt

5 Meter ragt die Steilküste über das Meer auf. Kap Arkona ist einer der beeindruckendsten und geschichtsträchtigsten Orte der Insel. Hier stand einst eine Festung, das letzte Bollwerk der Slaven, die ursprünglich hier lebten, gegen die Dänen, die die Insel um das Jahr 1160 eroberten. Von der Festung ist noch der Burgwall erhalten. Am Kap Arkona wurde im Jahr 1826/27 der erste Leuchtturm der Ostsee errichtet. In dem 20 Meter hohen Backsteinbau befindet sich heute ein Standesamt. In seiner Funktion als Leuchtturm wurde er 1902 von einem 35 Meter hohen Neubau abgelöst. Im dritten Turm am Kap Arkona, dem ehemaligen kaiserlichen Marinepeilturm, befindet sich heute ein Museum. Das ehemalige Fischerdorf Vitt am Kap Arkona ist mit seinen reetgedeckten Häuschen besonders hübsch anzusehen. Das ganze Dorf steht unter Denkmalschutz und die Bewohner leben längst nicht mehr vom Fischfang. In den Häusern finden sich Cafés und Restaurants, die die Touristen willkommen heißen. Am Kap Arkona sind keine Fahrzeuge zugelassen. Die Sehenswürdigkeiten erreichen Sie nur bei einem Spaziergang, mit dem Rad oder mit der kleinen Eisenbahn.



Weltnaturerbestadt Sassnitz

Die Hafenstadt Sassnitz gilt als das Tor zum Nationalpark Jasmund. Doch sie hat mehr zu bieten als den Blick auf die Kreidefelsen. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. Heute sind es vor allem die Bäderarchitektur und der maritime Flair des Hafens, die diese Stadt besonders machen. Die Altstadt wurde liebevoll restauriert und lädt zu einem Bummel ein. Und wer kulinarisch auf Entdeckungsreise gehen möchte, findet hier die längste Fischtheke der Insel. Bis 2013 befand sich mit knapp 1500 Metern auch die längste Außenmole Europas in Sassnitz. Diesen Titel musste sie abgeben, doch noch immer können Sie dort bis zum Leuchtturm aus dem Jahr 1903 wandern.



Störtebecker Festspiele

Neben all den Konzerten und Veranstaltungen, die jedes Jahr in den Seebädern auf der Insel stattfinden, ragt ein kulturelles Ereignis besonders hervor: die Störtebecker Festspiele. Sie finden jedes Jahr auf einer der größten Naturbühnen Europas in Ralswiek statt. Bei den Aufführungen handelt es sich nicht nur um Theaterstücke um den berühmten Seeräuber aus dem 14. Jahrhundert. Mittelalterliche Handelsschiffe, sogenannte Koggen, werden aufgefahren, Seeschlachten finden statt und Kanonenkugeln fliegen. Auch eine Flugshow mit Adlern und Falken ist in die Aufführung mit eingebaut. Die Darsteller bieten atemberaubende Stunts. Und jede Aufführung klingt mit einem Feuerwerk aus.





Insel Rügen
© pixabay/FelixMittermeier

Insel Rügen
© pixabay/ODFotografie