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Die Top 5 Radwege entlang von Flüssen für Ihren Radurlaub in Deutschland

Mosel
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Radurlaub ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden und hat mit der Entwicklung von E-Bikes zusätzlichen Auftrieb erhalten. Dass ein Urlaub mit dem Fahrrad so beliebt ist, hat gute Gründe. Radfahren ist gesund und sorgt dabei für gute Laune. Die Sportart gilt dabei als gelenkschonend. Ein Radurlaub ist dabei billiger als eine Fahrt mit dem Auto und schont zudem die Umwelt. Sie werden die Landschaft viel intensiver erleben können, wenn sie gemächlich mit dem Fahrrad fahren und nicht einfach schnell mit dem Kraftfahrzeug hindurchrauschen.

Urlaub auf Radwegen entlang von Flüssen bieten zudem noch weitere Vorteile. Außer der schönen Landschaft haben Radwege, die durch ein Flusstal führen, oft nur eine geringe Steigung und sind daher auch für untrainierte Radler leicht zu befahren. Wenn Sie den Radweg von der Quelle bis zur Mündung befahren, haben Sie sogar ein kaum merkliches, aber doch vorhandenes Gefälle. Parallel zu einem Fluss führt oft eine Bahnstrecke. Es ist für Sie also ein Leichtes, den Startpunkt Ihrer Etappe zu erreichen. Bei längeren Radwanderwegen entlang vom Fluss können Sie damit auch eine Etappe, die Ihnen nicht so interessant erscheint, überspringen und sich von der Bahn zur nächsten interessanten Stadt bringen lassen. Die Mitnahme von Fahrrädern ist in den regionalen Bahnen meist kostenlos.

Wir haben für Sie die fünf schönsten Radwege für Ihren Radurlaub entlang eines Flusses in Deutschland zusammengestellt. Lassen Sie sich nicht durch die Länge von teils mehreren hundert Kilometern abschrecken. Die Radwanderwege lassen sich gut in Etappen aufteilen. So sind sowohl Tagesausflüge per Rad als auch eine mehrtägige Radreise möglich. Und was Sie in einem Jahr nicht schaffen, können Sie im nächsten fortsetzen.

Der Elberadweg - Von der Sächsischen Schweiz bis zur Nordsee

Beim Stichwort "Elbe" denken die einen an Dresden und das Elbsandsteingebirge, die anderen an Hamburg und das Tor zur Welt. So verschieden, wie die beiden Städte sind, so abwechslungsreich ist der Elbradweg. Er gilt als der beliebteste Radweg Deutschlands. Der Elbradweg beginnt an der Quelle in Tschechien. Insgesamt ist er knapp 1.300 Kilometer lang, der deutsche Teil rund 750 Kilometer. Die Strecke kann bei einer Fahrzeit von drei bis sechs Stunden täglich in zwei bis drei Wochen erkundet werden. Der Radweg wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut, hat kaum Steigung und ist auch bei wenig trainierten Radfahrern und Familien mit Kindern sehr beliebt. Wenn Sie nur den deutschen Teil des Elbradweges fahren möchten, beginnen Sie die erste Etappe in Heidenau in Sachsen. Neben historischen Städten wie Meißen, Dresden, Wittenberg, Magdeburg, Hamburg und Cuxhaven werden Sie auch atemberaubende Naturschönheiten entdecken können, darunter das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, das als UNESCO-Welterbe unter einem besonderen Schutz steht. Wenn Sie schlechte Windverhältnisse fürchten, dann empfiehlt es sich, die Radtour am Wattenmeer zu beginnen und dem Elbradweg flussaufwärts zu folgen.

Der Donauradweg - Von der jungen Wilden bis zum gemächlichen Fluss

Der Donauradweg ist der beliebteste Radweg Europas. Mit einer Länge von 2850 Kilometern ist die Donau Europas zweitlängster Fluss. Sie durchquert von ihrer Quelle im Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer in Rumänien zehn Länder. In Deutschland fließt die Donau durch Baden-Württemberg und Bayern. Die Quelle der Donau befindet sich in Donaueschingen. Hier vereinigen sich die kleinen Flüsse Brigach und Breg zu einem einzigen Fluss, der fortan Donau genannt wird. Bis zu ihrem Grenzübertritt nach Österreich ist die Donau rund 600 Kilometer lang. Wenn Sie die gesamte deutsche Strecke mit Ihrem Rad erwandern möchten, können Sie das mit einer Fahrtzeit von drei bis sechs Stunden täglich bequem in zehn bis 14 Tagen schaffen. Sie müssen sich aber nicht an vorgegebene Etappen halten. Überall entlang des Weges haben sich Vermieter von Unterkünften auf radelnde Gäste eingestellt, so dass Sie bleiben können, wo immer es Ihnen gefällt. Der Donauradweg führt über asphaltierte Wege abseits der Hauptverkehrsstraßen. Das ermöglicht Ihnen ein entspanntes Radeln, besonders auch mit Kindern. Oft führt er direkt am Ufer entlang. Dort, wo früher die Pferde die hölzernen Boote den Fluss hinauf zogen, den sogenannten Treppelwegen, verlaufen heute Rad- und Wanderwege durch herrliche Natur. In Baden-Württemberg sind es vor allem kleine, aber feine Städte mit einer langen Geschichte wie Tuttlingen, Sigmaringen oder Riedlingen, die Sie auf Ihrer Fahrt durchqueren. Im bayrischen Teil erreichen Sie auf Ihrer Fahrt unter anderem Ingolstadt, Regensburg und schließlich Passau.

Der Neckartal-Radweg - Vom Schwarzwald bis zur Oberrheinischen Tiefebene

Unweit der Donauquelle entspringt ein anderer bedeutender Fluss. Die Quelle des Neckars liegt auf dem Gebiet von Villingen-Schwenningen, einer Stadt, in der der eine Stadtteil in Baden liegt, der andere in Württemberg. Das kann als Sinnbild für den Neckar gesehen werden, der fast ausschließlich durch Baden und Württemberg fließt. Der Neckartal-Radweg gilt als der kontrastreichste Radwanderweg Deutschlands. Mit seiner Länge von rund 360 Kilometern ist er in acht Tagen bei einer Fahrtzeit von drei bis sechs Stunden täglich gut zu bewältigen. Der Radwanderweg wurde vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet. Teilweise ist die Strecke des Neckartal-Radweges ein wenig hügelig, besonders wenn der Weg durch Weinberge führt, doch wirklich steil ist die Strecke nicht. Neben großen Städten wie Stuttgart, Ludwigsburg, Heidelberg und Mannheim finden sich entlang des Weges auch viele kleinere Städte mit historischem Stadtkern, über denen Burgen thronen. Der Neckartal-Radweg ist ein Radweg für Genießer, nicht nur wegen der vielen Weindörfer. Wenn sich bei Heidelberg das oftmals enge Neckartal zur breiten Oberrheinischen Tiefebene öffnet, dann ist die Fahrt noch nicht zu Ende. Bis zur Mündung in den Rhein in Mannheim sind es noch weitere rund 25 Kilometer, die sich lohnen, erradelt zu werden.

Der Moselradweg - Von der französischen Grenze an den Rhein

Der Mosel-Radweg ist insgesamt 311 Kilometer lang und führt durch Frankreich und Deutschland, wo die Mosel schließlich in den Rhein mündet. Anders als bei anderen Flüssen beginnt der Radweg nicht an der Quelle, sondern in der französischen Stadt Metz. Der deutsche Abschnitt ist rund 240 Kilometer lang und führt von Perl im Saarland nach Koblenz. Sie können ihn selbst in einem gemütlichen Tempo in einer Woche erkunden. Der Radweg ist gut ausgebaut und führt zu großen Teilen über stillgelegte Bahntrassen. Die bekanntesten Städte entlang der Strecke sind Koblenz und Trier, die älteste Stadt Deutschlands. Doch auf dem Moselradweg stehen nicht die Besichtigungen im Vordergrund, sondern der Genuss: der Genuss der Natur, des leckeren, von Frankreich geprägten Essens und nicht zuletzt der Genuss des Weines, der aus den Trauben, die in den oft spektakulär steilen Weinbergen entlang der Mosel wachsen.

Der Weserradweg - Vom Weserbergland an die Nordsee

Der Weserradweg ist gleich doppelt ausgezeichnet. Er erhielt vom ADFC vier Sterne und wurde zudem wiederholt zum beliebtesten Fernradweg Deutschlands gewählt. Er zieht sich über rund 515 Kilometer von Hannoversch Münden, wo sich Werra und Fulda zur Weser vereinen, bis nach Cuxhaven. Die Strecke führt asphaltiert abseits der Hauptverkehrsstraße auf beiden Seiten des Flusses aus dem Mittelgebirge des Weserberglands bei Porta Westfalica heraus in die weite Ebene der Mittelweser, die Wesermarsch und schließlich an das UNESCO-Welterbe Wattenmeer. Sie ist daher auch gut für Radtouren mit Kindern geeignet, da keine Autos das Radelvergnügen stören. An landschaftlicher Vielfalt ist der Weg kaum zu überbieten. Sie können die Strecke in acht Tagen bei einer täglichen Fahrzeit von vier bis sechs Stunden zurücklegen, da es stets ein wenig bergab geht. Doch es lohnt sich, die Fahrt ein wenig langsamer anzugehen und öfter einmal eine Pause einzulegen, um eine der Städte zu besichtigen oder einfach einmal die Natur zu genießen. Bekannte Städte sind unter anderem Hameln, Minden, Höxter, Bad Oeynhausen und natürlich Bremen und Bremerhaven.


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