Touristeninformationen: Bayern

Die schönsten Wandertouren in Bayern

Zugspitze
© pixabay/3493568

Vielfalt ist das Wort, das die bayerische Landschaft am besten kennzeichnet. Das flächenmäßig größte Land der Bundesrepublik Deutschland umfasst schroffe Hochgebirgs-, weite grüne Alpenvorlands- und bewaldete Mittelgebirgsregionen. Bayern, so scheint es, ist ein besonders gesegnetes Land - schwärmt doch jeder, der einmal dort war, von der unglaublichen Schönheit seiner einzigartigen Natur.

Auf bayerischen Pfaden - mächtig und erhaben, beruhigend und aufregend, urtümlich und kultiviert.


Jetzt gilt: Rucksäckl gepackt und Wanderschuh geschnürt: Ohne Zweifel ist Bayern das beliebteste Urlaubsland für Besucher aus aller Welt. Dazu tragen der Naturreichtum, die vielen Sehenswürdigkeiten, Erholungszentren, urige Berghütten, aber auch die Menschen mit ihrem traditionellen Brauchtum bei.
Es gibt viel Mittelgebirge, aber auch tellerflache Ebenen, atemberaubende Steillagen und das majestätische Alpenpanorama mit dem ebenso umschwärmten Alpenvorland.
Hier offenbart sich eine Landschaft, die spektakuläre Panoramen vorführt, die es allenfalls noch in Neuseeland gibt.


Im Süden liegt das bekannteste und beliebteste Gebiet des Bundeslandes: die Bayerischen Alpen. Sie umfassen die Allgäuer Hochalpen, das Karwendelgebirge, das Wettersteingebirge und die Berchtesgadener Alpen. Hier schweifen die Blicke zu den höchsten Gipfeln der Region, fast alle um die 2000 Meter - Watzmann oder die Zugspitze liegen sogar noch deutlich drüber.
Das sich an die Berge anschließende Alpenvorland wird durch die oberbayerische Seenplatte mit Chiemsee, Ammersee und Starnberger See gekennzeichnet. Dem nicht genug: Nach Norden hin schließt sich der aus Urgestein aufgebaute Bayerische Wald an, geprägt von den imposant wirkenden Gipfeln des Große Arber und des Großen Rachel.
Noch weiter nördlich sind es der Oberpfälzer Wald, das Fichtelgebirge und der Frankenwald, die ihren Zauber über das Land verteilen.
Kurz: Das bayerische Ländle ist die Multiplikation von Schönheit!


Bereit zu einer der schönsten Wandertouren durchs bayerische Ländle? Einfach, schwer oder populär - auf geht's! Wandern und entdecken: Wir liefern die Ideen - Sie wählen aus!


Schöne Welt in praller Fülle - zwischen München und der Zugspitze, das Land des Märchenkönigs


Oberbayern: eine Urlaubslandschaft wie aus dem Bilderbuch und wie keine andere für den Tourismus erschlossen. Hier genießen Sie einen herrlichen Streifzug durch die großartige Gebirgs- und Voralpenlandschaft, von Flusstälern durchzogen.
Herausgepickt: zu den idyllischen Schleierfällen. Unweit breitet sich der Ammersee aus. Das ist zwar Oberbayern, aber noch ist die Gegend nicht sehr bergig. Der Ammer-Rundweg, der durch hübsche Uferwiesen und die Ammerschlucht führt, gehört zu den schönsten und bequemsten Wanderwegen im Voralpenland.



  • Ausgangspunkt: Gasthaus Weißes Ross. Bayersoien


  • Weglänge: 11 Kilometer


  • Gehzeit: 3 ½ Stunden


  • Steigung: insgesamt etwa 350 Meter


  • Rast: Achele



Vom Dorfbrunnen aus folgen Sie den Tafeln „Ammer-Rundweg" zur Soyenmühle. Über Wiesen geht es dann zum Uferwald und steil hinunter zur Ammerbrücke. Folgen Sie den roten Markierungen und bleiben Sie ein kurzes Stück am Rand des Hochufers. Vorbei an Felsstöcken und den Häusern von Peustelsau, gelangen Sie schon bald zum Weiler Achele und weiter zu einem Feldkreuz mit Rastbank.


Zwischen Oberpfalz und Fichtelgebirge - im „Ruhrgebiet des Mittelalters"


Die Oberpfalz hat viele Gesichter: Das Rückgrat dieser Region ist der Oberpfälzer Wald, der sich über den kurzen Höhenzug des Steinwaldes mit dem oberfränkischen Fichtelgebirge verbindet.
Herausgepickt: die Stille des Urwalds bei Pfrentsch. Ein eigentümlicher Reiz liegt über dieser von Menschenhand kaum berührten Landschaft, die mancher seltenen Tierart Unterschlupf bietet.



  • Ausgangspunkt: Staatsgut Pfrentsch


  • Weglänge: 8,5 Kilometer


  • Gehzeit: 2 ¼ Stunde


  • Steigung: keine.



Zunächst führt der Weg über den Katharinabach bis zu einem sandigen, breiten Weg. Obacht! Hinter dem Entwässerungsgraben entfallen die Markierungen. Es ist eine schwermütig anmutende, stille Landschaft. Folgen Sie dem Weg am Waldrand entlang, der sich bis zum Urwaldschutzgebiet erstreckt. Vorbei an Teichen, Torfhäusl und Höfen am Büchelberg erreichen Sie das Sudetensträßchen, welches zurück zum Staatsgut führt.


Rund ums „Bayerische Meer" - durch die Heimat der siebensaitigen Gitarre…


Die Region zwischen Inn und Salzach ist ein Geschenk der letzten Eiszeit. Hier liegen Chiemgau, Rupertiwinkel und Berchtesgadener Land.
Herausgepickt: in den Chiemgauer Alpen. Keine beschwerliche Bergsteigertour, eher eine genussvolle Wanderung über Almen und vorbei an Felswänden gelangen Sie auf die Höhe und einen der kühnen Gipfel.



  • Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Seilbahnstation, Aschau


  • Weglänge 12 Kilometer


  • Gehzeit 4 ½ Stunden


  • Steigung 870 Meter


  • Rast: Schlechtenbergalm.



Entlang eines Bächleins halten Sie sich rechts und folgen der Markierung bis zur Schlechtenbergalm. Nach dem Roßleitenlift wandern Sie an zwei Almhütten vorbei und erreichen nach etwa 10 Minuten die Steinlingalm. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Sie orientieren sich an der Felsnadel des Staffelsteins und gelangen über einen Grashang zum Berggasthof Kampenwand…, oder wählen 2. den mittelschwierigen Weg durch einen Latschenhang Richtung Gipfelkreuz - Kampenwand Ostgipfel (1660 Meter).


Der Bayerische Wald - einzigartig in Mitteleuropa: Einst ein „Bayerisches Sibirien", heute ein Urlaubparadies…


Willkommen im Bayerischen Wald, dem sein Alter und seine majestätischen Wälder die Erhaben verleihen, die Wanderer so an ihm schätzen! Für die Geologen ist die Böhmische Masse, wie sie das Bergland im Osten Bayerns nennen, eines der ältesten Gebirge der Erde.
Herausgepickt: Über den Pfahl zur Ruine Weißenstein. Der Pfahl, eine 140 Kilometer lange Quarzmauer, ist eine in Europa einmalige Erscheinung, die zum größten Teil unter der Erde verläuft.



  • Ausgangspunkt: Marktplatz, Regen


  • Weglänge: 8 Kilometer


  • Gehzeit: 2 ¼ Stunde


  • Steigung: insgesamt etwa über 200 Meter


  • Rast: Weißenstein.



An der Weißensteiner Straße kehren Sie der hübschen Kleinstadt den Rücken. Gleich hinter einer uralten Buche genießen Sie den Blick auf die Ruine Weißenstein auf den bis zu 30 Meter hohen Quarzfelsen. Über einen beschaulichen Weg, vorbei an einer alten Kapelle mit zahlreichen Totenbrettern, erreichen Sie schon bald die Ruine Weißenstein - erbaut 1100 und 1742 von den Panduren zerstört. An klaren Tagen bietet sich von der Plattform des Turms eine fantastische Aussicht auf die Alpenkette.


Der Ruf der Berge - ihr Ge(h)nuss-Ratgeber mit interessanten und hilfreichen Tipps


Sie sind jeden Höhenmeter wert, die zauberhaften Berghütten des bayerischen Ländles…
Sei es die Arnspitzhütte am Ammersee in Oberbayern oder der Birkenholmhof unweit Pfrentsch in der Oberpfalz. Nicht weniger begeistern die zauberhaften Berghütten am Fuße des Watzmann oder zwischen den Bergen und Seen im Chiemgau. Viele Wanderer favorisieren die Einkehr im Watzmannhaus bei Ramsau Berchtesgaden. Und schließlich ist die Racheldiensthütte bei der Ruine Weißenstein eine beliebte Einkehrmöglichkeit.
Die zahlreichen Berghütten bieten typisch bayerisches Ambiente zwischen Äpfel-, Birnen- und Zwetschgenbäumen, auf idyllischen Bergwiesen oder in sonniger Alleinlage.



Welche Wanderroute passt zu wem?

Die Aussichtsreiche:

Eine fabelhafte Aussicht auf einer Höhe von 1929 Meter genießen Sie vom Gipfel der Scheinbergspitze aus - der Blick reicht von den Ammergauer Bergen über das Wettersteingebirge bis hinein in die Allgäuer und Lechtaler Alpen. Die leichte Tour schlängelt sich in moderater Steigung durch das Graswangtal.



Die Gemütliche:

Familien und gemütliche Ausflügler wählen einen der Gipfelanstiege zur Hochalm bis auf eine Höhe von 1428 Meter. Sie legen jedoch nur 670 Höhenmeter zurück. Vom Gipfel bietet sich eine schöne Fernsicht auf die umliegende Bergwelt. Gut zu wissen: Einkehrmöglichkeiten gibt es nicht.



Die Alternative zu den bevölkerten Münchner Hausbergen:

Eine Wanderung auf den Hirschhörndlkopf bietet sich an. Oben angekommen, werden Sie nach einem eher mühsamen Aufstieg mit einen atemberaubenden Ausblick auf den Walchensee belohnt. Auch hier gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Am Ende der Wanderung empfiehlt sich jedoch die Einkehr im Schützenhaus Jachenau (täglich von 11.30 bis 20.30 warme Küche).



Die Familiäre:

Tegernsee und Schliersee sind reizvolle Orte an den gleichnamigen Seen und einen Ausflug wert. Einsam ist es hier nie - was vermutlich der urigen Almhütte mit herrlicher Terrasse auf der Aueralm geschuldet ist. Die Route ist einfach und gut mit einem Kinderwagen zu bewältigen. Nicht nur die Aussicht ist überwältigend, auch die Speisen der Aueralmhütte überzeugen.



Fazit:

Ganz gleich welche bayerische Region Sie favorisieren - jede ist der „Gipfel an Schönheit". Manch einer hält den Atem an, wenn er die fabelhafte Bergwelt in ihrer ganzen majestätischen Größe zum ersten Mal sieht.





Ammersee
© pixabay/fietzfotos

Bayerischer Wald
© pixabay/FelixMittermeier

Walchensee
© pixabay/RitaE