Reiseführer: Berchtesgadener Land

"Festspiele der Natur"

Das Wahrzeichen dieser Region ist der Watzmann, mit 2.713 Metern der zweithöchste Berg Deutschlands. Bereits seit 1978 gibt es, aufgrund der unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt rund um den Königssee, den Nationalpark Berchtesgaden. 210 Quadratkilometer Fläche räumen selten gewordenen Tieren - wie den Steinadlern - letzte Rückzugsgebiete ein.

Umrahmt von hohen Felswänden liegt der smaragdgrüne Königssee fjordartig in die Berchtesgadener Alpen eingebettet. Eine Fahrt mit den lautlosen und umweltfreundlichen Elektrobooten über den See ist zu jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis. Während der Sommermonate läßt sich die Bootsrundfahrt mit einem gemütlichen Spaziergang zum idyllisch gelegenen Obersee ergänzen. Im Winter verwandelt der Schnee die Region am Fuße des Watzmann (2.713 m) in eine Märchenlandschaft.
Von der Hektik des Alltags abschalten und etwas für die körperliche Fitneß und Gesundheit tun, das kann man besonders gut im Berchtesgadener Land. 240 Kilometer Wanderwege und unzählige Bergtouren verschiedenster Schwierigkeitsgrade laden den Urlauber ein, die Naturschönheiten des Berchtesgadener Landes kennenzulernen. Der Erlebnisberg Jenner ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark. Vom Gipfel (1.874 m) genießt man eine einmalige Aussicht auf den Königssee sowie auf mehr als hundert deutsche und österreichische Bergspitzen. Das Kehlsteinhaus (1.834 m) mit seinen meterdicken Mauern ist ein Dokument nationalsozialistischer Architektur.

Bei der Bombardierung des Obersalzberges durch die Alliierten im Frühjahr 1945 wurde das Kehlsteinhaus verfehlt. So ist das Gebäude noch im ursprünglichen Zustand erhalten. Das Kehlsteinhaus - heute ein Bergrestaurant - ist von Mai bis Oktober geöffnet. Unweit der Busabfahrtsstelle zum Kehlsteinhaus ist im Oktober 1999 die Dokumentation Obersalzberg eröffnet worden. Die Ausstellung stellt sich zur Aufgabe, die Besucher des Berchtesgadener Landes wissenschaftlich fundiert und gut verständlich über die Geschichte des Obersalzberges, vor allem in der nationalsozialistischen Zeit, zu informieren.

Als Berchtesgaden noch Fürstprobstei war, durften nur Auserwählte das seit 1517 bestehende Salzbergwerk besichtigen. Heute steht die Welt unter Tage jedem Besucher offen. Hier erfährt man vieles über das "Weiße Gold" und seine Gewinnung in alter und neuer Zeit. Hier wurde auch Deutschlands einziger Heilstollen in einem noch tätigen Salzbergwerk eröffnet. Das Angebotsspektrum reicht von der Asthmatherapie bis zum Kammerkonzert.

Nach einem sportlichen Urlaubstag ist das neue Kur- und Erlebnisbad Watzmann Therme ein idealer Ort der Entspannung. Dem Besucher stehen 900 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung. Genießer und Gesundheitssuchende tummeln sich im Strömungskanal, auf der 80-Meter-Rutsche, im Soleinnen- und -außenbecken oder im Saunarium mit Licht-, Klang- und Duftabstimmung sowie in der Blockhaussauna oder im Dampfbad.


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